Literaturwelt

Das Schreiben und das Drumherum

Freitag, Januar 19, 2007

Rezension

"Hectors Reise oder die Suche nach dem Glück" von Francois Lelord

„Hectors Reise“ erzählt die Geschichte von einem Psychiater namens Hector. Obwohl er in seinem Beruf sehr gut ist, ermüdet ihn sein Berufsalltag. Er kann einfach nicht verstehen, warum Menschen, die alles haben, unglücklich sind. Und so macht er sich auf die Reise, um das Glück zu finden.

Seine Reise führt ihn durch arme und reiche Länder und zu den unterschiedlichsten Menschen. Und überall sammelt er neue Erkenntnisse über das Glück.

Wirklich neue Denkansätze liefert das Buch nicht – viele Erkenntnisse werden den meisten Lesern schon einmal begegnet sein.

Der „märchenartige“ Erzählstil ist sicherlich gewöhnungsbedürftig und nicht jedermanns Sache. Teilweise hat mich diese Art des Erzählens auch etwas genervt, allerdings passt es zu diesem Buch irgendwie und da es recht kurz ist und sich recht flott liest, hat es auch nicht weiter gestört.

Keine „große Literatur“, aber ein sehr nettes Buch für zwischendurch.

Freitag, Januar 12, 2007

200 Dinge,...

... die man in seinem Leben einmal gemacht haben sollte lassen sich auf einer schweizer Internetseite auswählen.

Das Ergebnis meiner Auswertung ist folgendes:


Abenteuer 1,4
Bildung 3,1
Crazy 3,5
Happiness 3,9
Körper 2,5
Liebe/Partnerschaft 5,0
Natur 3,7
Reisen 1,7
Romantik 8,0
Self-Made 1,8
Sex 2,7
Soziales 4,3
Sport 1,2
Technik 2,2
Tiere 1,8
Verbotenes 3,0

Der jeweils zu erreichende Maximalwert ist 10. Ich habe insgesamt 65 Punkte erreicht, der Mittelwert ist 62.

Überraschungen? Nicht wirklich. Dass ich unsportlich bin, wusste ich schon vorher. Dass ich von Technik nicht so viel Ahnung habe war mir auch klar. Mein Romantikwert hat mich etwas geschockt. Ui, ui, ui ...

Zur Auswertung

Dienstag, Januar 09, 2007

Gute Vorsätze ...

Ach, immer diese guten Vorsätze ...

Eigentlich wollte ich diesmal ganz ohne auskommen. Aber eigentlich wollte ich das auch schon im letzten Jahr. Genauso wie eine Million Menschen das auch wollten und am Neujahrsmorgen doch als "bessere Menschen" aufwachen.
Immerhin - gebrochen habe ich bisher noch nichts.

Meine Vorsätze 2007:

1. Nicht mehr mit dem Rauchen anfangen
2. Jeden Morgen vor 8.00 Uhr in der Arbeit sein
3. Außer morgens zum Kaffee nichts Süßes mehr futtern
4. Den "Zauberberg" und "Das Kapital" lesen.

Natürlich hab ich noch tausend andere Ideen, aber die werde ich sowieso nicht umsetzen. Zum Beispiel wollte ich eigentlich einen Roman schreiben. Und für den WiFaWi immer regelmäßig lernen. Und jeden Tag konsequent zur gleichen Tag schreiben (mit max. einem Ausfalltag pro Woche) ... Aber diese Dinge gehören nicht in die Rubrik Vorsätze - vielmehr sind sie unter "Wunschträume" anzusiedeln ...

Donnerstag, Dezember 21, 2006

Rezension

"Der Klang der Zeit" von Richard Powers


Die schwarze Sängerin Delia und der jüdische Physiker David heiraten entgegen aller gesellschaftlicher Konventionen im Amerika der 40er Jahre.
Aus dieser Ehe gehen drei Kinder hervor, die von den Eltern jenseits aller Vorurteile erzogen werden. „Macht eure eigene Rasse auf“, lautet einer der zentralen Leitsätze des Buches.

Der Versuch, die Kinder jenseits aller Rassenideologie zu erziehen, scheitert. Während die Musik anfangs noch die gemeinsame Basis der Familie schafft, kann auch diese später keinen Rückhalt mehr geben.
Jonah, der älteste Sohn, startet eine Karriere als Musiker. All sein Denken liegt in der Zukunft. Er ignoriert die Rassefragen, wirkt realitätsfern.
Joseph, der immer im Schatten des Bruders steht, für ihn lebt, schafft es nie, sich ein eigenes Leben aufzubauen, treibt orientierungslos in der Welt umher.
Und schließlich Ruth, die Kleinste, die als erstes mit ihrer Familie bricht und sich den Black Panthers anschließt.

Vorteilhaft ist es sicherlich, wenn man sich ein wenig für Musik oder Physik interessiert. Weite Strecken des Buches sind eng mit diesen Themen verwoben und wer damit gar nichts anfangen kann wird sicherlich an der einen oder anderen Stelle seufzen.
Auch mir wurde das manchmal zu viel – einige Passagen könnten meiner Meinung nach stark gekürzt oder ersatzlos gestrichen werden.

Hilfreich fand ich persönlich die Zeittafel am Ende des Buches. Ich empfehle, dass man sich diese Zeittafel gleich zu Beginn ansieht. Wer sich mit der amerikanischen Geschichte der Neuzeit nicht so gut auskennt, wird daraus auf jeden Fall einen Gewinn ziehen.

Mittwoch, Dezember 20, 2006

Bilanz 2006

Ich ...

... rauche nicht mehr
... habe schon alle Weihnachtsgeschenkt besorgt
... habe einige Bücher gelesen, die mir am Herzen liegen
... war in der Türkei
... treibe immer noch keinen Sport
... kann mindestens zehn neue Gerichte kochen
... hab es geschafft die unnötigen Ausgaben pro Monat zu reduzieren
... habe immer noch kein Notebook
... habe den FC Augsburg in der zweiten Liga spielen sehen
... habe noch keinen Glühwein getrunken
... hatte keine Karten für die Fußball-Weltmeisterschaft
... habe mir deswegen nicht die WM versauen lassen
... habe keine einzige Weihnachtsfeier geschwänzt
... war endlich mal wieder auf einer Hochzeit
... habe wieder angefangen Französisch zu lernen
... war ungefähr an 350 Tagen des Jahres glücklich